Tag Archives: Führung

Alle Beiträge rund um Führung

“The human being is born with an inclination toward virtue” (G. M. Rufus, ~ 50 AD)


Have you read “Humankind” by dutch author Rutger Bregman? High recommendation!


A coach and friend gave me “The Daily Stoic” by Ryan Holiday and Stephen Hanselman 3-4 years ago. The first year, some of the daily short episodes were interesting to me. Now, I find them more and more relevant!

The opening quote for the Halloween entry today is the following:

“The human being is born with an inclination toward virtue.”

Gaius Musonius Rufus, 2000 years ago

So: yes, there are very terrible (and stupid, short-sighted etc.) things humans do;

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Great Books for great working and developing companies


I came upon this book list by Toby Sinclair, a coach from the UK by chance and found it really nice, so I repost it here. Thank you very much, Toby!

Also, I especially liked the opinions and other books posted by people in the comments! So check them out in his post:

https://www.linkedin.com/posts/tobysinclair_leadership-culture-reading-activity-6940258082258046976-yhox/


I also added my own choice of great books in the comments there. Books that I read the last couple of years and that gave me meaningful insights to how I think and try to act, like “humankind” by Rutger Bregman, “The Daily Stoic” by Ryan Holiday (thank you for the tipp, Andreas L.!) and others.

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Checklist for Psychological Safety


First things first: Physical Safety is the no. 1 most important factor for worker engagement in any company! Creating a culture where safety is clear to be the highest value for management and all employees from the top to the “bottom” is fundamental. See for this for example “The Toyota Way” by J. Liker (updated edition: 2021).

For all people in a company, whether in production or administration, Psychological Safety is coming right after that. Most famously, Google found it to be the no. 1 most important factor necessary to make teams effective in their 2012 “Project Aristotle” study (because of Aristotle’s quote: “the whole is greater than the sum of its parts”) among 180 Google teams.

I found this Psychological Safety Checklist for free download on the site https://psychsafety.co.uk/ – great site, check it out.

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Interessante Veranstaltungen März/April 20


Letztes Update/Stand: 04.03.20

Hier sind eine Reihe Veranstaltungen, die mir im Raum Karlsruhe und teilweise Stuttgart, Heilbronn etc. aufgefallen sind.

Da es mehrere Leute interessiert hat und mir auch andere immer wieder Tipps zu weiteren Veranstaltungen geben (gerne!) habe ich einen Blog-Post draus gemacht – dann kann es jeder sehen.

Daher nennt mir gerne weitere Veranstaltungen, die hier gut dazu passen würden. Ich werde für die Folgemonate dann jeweils auch eigene Posts machen (… zumindest plane ich das).

Viel Spaß, und ich freue mich, euch/Leute (wieder-) zu sehen!


Veranstaltungen Karlsruhe

UpdateDatum/UhrzeitKostenLink
Di, 10.03.2020, 18:30Scrum User Group – Stimm Basics: Gesunde Stimme bewahren
Di, 10.03.2020, 18:00#DMW Karlsruhe: Barcamp 2020 – New Work, Diversity, …
5.3.20Mi, 11.03.2020, 09:0025 – 50 €#Digital breakfast KA – Working out loud – WOL Circles bei Robert Bosch
Do, 12.03.2020, 19:00New Work – Technik begeistert. Sinn erfüllt – erste Schritte zur Transformation
Di, 17.3.2020, 16:00 47 €Technologiefabrik, NEW WORK – NEW MIND – Warum es mehr braucht als Buzzwords und Toolkits
Do, 19.03.2020, 19:0035 – 45 €FK-Seminar „Mindset, BewusstSein führt!“
Di, 24.3.2020, 17:00Schneller besser reagieren im Change-Prozess
11.03.20Di, 24.3.2020, 18:00Liberating Structures meetup KA – Konflikte als Chance für persönliche Weiterentwicklung
5.3.20Do, 26.03.2020, 18:00HRtist LAB Karlsruhe
Do, 26.3.2020, 19:00Das obskure Kabinett der Prototypen II – Usability bei Produkten
Do, 02.04.2020, 08:00 – 18:30250 €Think PPM am 02. April 2020 – PPM „FuckUp Day“
5.3.20Do, 02.04.2020, 17:30Lean Stammtisch KA –
ifaa-360ᴼAnalyse bei Einführung/Nutzung von Lean-Methoden
Mo, 20.04.2020, 18:30Object Forum – „Crucial Conversations – Heikle Gespräche führen“
Do, 23.04.2020, 19:0035 – 40 €FK-Seminar „KOMMUNIKATION ist alles“ – Kommunikation in agilen Strukturen?
Di, 28.04.2020, 17:00im ZKM: DevOps & Dine Meets Art
Mi, 06.05.2020, 16:00Technologiefabrik, House of Change – Die Mitarbeiter auf dem Weg des Wandels mitnehmen!

Veranstaltungen Mannheim

UpdateDatum/UhrzeitKostenLink
5.3.20Do, 23. April 2020, 18:309. Atlassian Usergroup – meetup – BridgingIT

Veranstaltungen Heilbronn

UpdateDatum/UhrzeitKostenLink
Di, 10.03.2020, 18:001. Teil von 5 geplanten Teilen:
Scrum User Group Heilbronn – Agile Transformation – Teil 1
Sa, 04.04.2020, 09:00 – 20:00bestimmt super spannend: Barcamp Heilbronn – #bchn20

Veranstaltungen Raum Stuttgart

UpdateDatum/UhrzeitKostenLink
Mi., 11.03.2020, 8:45 – 12:30Enterprise Change Management – SER Group, Enterprise Search/ECM/DMS
Do, 12.03.2020, 18:00 – 21:30gfo – Regionalmeeting Stuttgart – Organisationskultur

Veranstaltungen Tübingen

UpdateDatum/UhrzeitKostenLink
Mo, 16.03.2020, 18:00 – 22:00gfo Regional Stuttgart – Organisationskultur Best Practice

Wenn keine Kosten dabei stehen ist die Veranstaltung kostenlos. Ich übernehme aber keine Gewähr auf die Richtigkeit – schaut bei der Veranstaltung selbst bitte nach.

Es gibt keine Auswahlkriterien für die Veranstaltungen, außer, dass ich sie irgendwie subjektiv und persönlich interessant fand. In der Regel geht es um Themen rund um (neue) Organisation, Führung etc. Ich habe keinerlei geschäftliche Interessen bezüglich der Nennung. Am liebsten sind mir kostenfreie Veranstaltungen mit Mischung aus fachlich-thematischem Austausch und Netzwerken unter Praktikern.

Stewardship


Aus dem Vortrag “ScALeD Framework” beim Treffen der Scrum UG Karlsruhe bei der Fiducia GAD, 4.12.19,
Mentos (Dr. Jürgen Hoffmann von SrumTeam)

Unterstützende Führungskraft nach dem Prinzip der Stewardship

– “Die Aufgabe einer Führungskraft ist, dem Nachfolger ein möglichst gutes Team/Bereich/Unternehmen zu hinterlassen” …

Stewardship ist Fürsorge und möglichst gute, nachhaltige Entwicklung

Erfahrungen aus 4 Jahren “Selbstorganisations-Reise” bei Heiler Glas


50 Minuten Video in einem Blogartikel…

meine Take aways aus dem Video von Gebhard Borck vom Lean Around the Clock 03/2018 in Mannheim (#LATC2018) über die Erfahrungen, die sie bei dem Glasbau Unternehmen Heiler aus Waghäusel in den letzten 4 Jahren gesammelt haben.

Der Artikel spiegelt absolut meine persönlichen Eindrücke und Gedanken zu dem Video wider.

 

 

 

 

 

Was ist die “Debattierklub-Falle”? Und welche Erfahrungen wurden gemacht, wie verschiedene Entscheidungen im Unternehmen getroffen werden können/sollten, und welche Methoden und Kommunikation hierfür hilfreich ist?

Hier gehts zum Artikel

* Ein “Post” über heroische Führung *


* Ein “Post” über heroische Führung *

Helden der Arbeit

Postheroische Führung” – der Begriff wird Charles Handy zugeschrieben
(im Gegensatz zum üblichen Ausdruck für Mobiltelefone…)

als Bild für einen kollaborativen Führungsstil. Weg vom Egomanen, dem über den Mitarbeitern stehenden Chef.

Ja, bitte! Mit dem Begriff der “dienenden Führungskraft” – und zwar den Mitarbeitern und dem Unternehmen dienend – kann ich durchaus etwas anfangen.

Trotzdem möchte ich den “Helden der Arbeit” eine Lanze brechen.

Daher schreibe ich diesen Post mit einigen Gedanken zu den Bildern von Führung, die aktuell diskutiert werden – in etwas lockerem, persönlichem Stil.

Na, dieser Beitrag passt doch absolut in den Blog “über work”!

Continue reading * Ein “Post” über heroische Führung *

Teams – Was Google mit Millionenaufwand herausfand


Teams – Was Google mit Millionenaufwand herausfand

Was macht Teams erfolgreich? Einige Aspekte

Es ist schon ein wenig alter Wein in neuen Schläuchen, aber jetzt hat die Welt es dank Google noch mal als Ergebnis eines mehrjährigen Multimillionen-Dollar Big Data Projekts (namens “Aristotle“)… 😉 

Trotzdem war für mich ein “nugget” drin, den ich noch nicht im Bewusstsein hatte.  

Der notwendige Erfolgsfaktor wurde von Google so auf den Punkt gebracht:

Um erfolgreich zu sein muss sich jedes Mitglied im Team sicher fühlen.

Im Prinzip ist es das schon, aber es wird noch etwas konkretisiert, was ein Team und der Teamleiter tun können, diese Sicherheit zu unterstützen.

Förderliche Faktoren gemäß der Projektstudie von Google sind:

  • Ausgeglichener Redeanteil:
    Wenn eine oder wenige Personen die Gespräche im Team dominieren, handelt die Gruppe nicht als Team

    Das ist doch eine ziemlich hilfreiche “Kennzahl” – wenn das Team und sein Leiter darauf achtet, dass jeder Gehör findet
    Das war mein persönliches “nugget” aus der Studie – bisher war mir nicht bewusst, dass der Redeanteil einen wichtigen Anteil am Teamerfolg hat

  • Akzeptanz und Wertschätzung  
    Fühlen sich alle Mitglieder im Team sicher genug, persönliche “Risiken” einzugehen, ihre Gedanken frei zu äußern ohne die Befürchtung, dafür abgewertet zu werden?

  • Empathie – Einfühlungsvermögen 
    Sind die Teammitglieder und -leiter gut darin zu spüren, wie sich die anderen gerade fühlen und reagieren einfühlsam darauf?
    Wird dies bewusst gemacht und gefördert?  

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Buch Rezension: Das OZ-Prinzip (R. Connors, T. Smith, C. Hickman)


Das OZ Prinzip

Accountability – Verantwortlichkeit

Rezension/Zusammenfassung 2015, T. Speil / ca. 1.300 Wörter

Autoren: Roger Connors, Tom Smith, Craig Hickman (Partner/Trainer bei Partners in Leadership)

 

 

 

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Portfolio; Auflage: Rev Upd (4. Mai 2010); Erstausgabe 1994
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1591843480
  • ISBN-13: 978-1591843481
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 1,5 x 21,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4 Sterne   
    (211 Kundenrezensionen der englischen Ausgabe auf Amazon.com)

Amazon: link (deutsche Ausgabe)

–  Trotz des Amazon-links gibt es natürlich weitere Möglichkeiten um neue oder gebrauchte Bücher zu kaufen –

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Über das Buch und die Methode: 

über 3 Mio. Teilnehmer der Accountability Programme seit den  90er Jahre; der methodische Kern ist sehr einfach/übersichtlich. Das Buch bietet sehr viele Beispiele von (amerikanischen oder internationalen) Unternehmen und Führungskräften als Geschichten. Der Weg zu eigener Verantwortung für (gemeinsame) Ziele wird mit der Reise von Dorothy und ihren Gefährten in der Geschichte Der Zauberer von Oz verglichen.


Diese Notizen sind in meinen eigenen Worten verfasst. Der Artikel diskutiert und stellt nur einige Methoden und Inhalte des Buchs  vor. An verschiedenen Stellen wird für die ausführliche Darstellung und Arbeitsmittel auf das Buch verwiesen.

Wenn Sie die Methode interessiert, besorgen Sie sich das Buch.

Alle Rechte liegen bei den Autoren bzw. beim Verlag der jeweiligen Ausgabe!

Die Rezension bezieht sich auf die englische Ausgabe des Buchs, ist aber auf Deutsch verfasst.

Das Buch ist im März 2016 auch als deutschsprachige Ausgabe heraus gekommen und ist der 1. Band der Trilogie, auf der auch die Accountability Trainings von Partners in Leadership beruhen, bei denen die drei Autoren Partner und Trainer sind oder waren.

   

  • 1. Das OZ Prinzip – Self TRACK Training – selbst Verantwortung für Ziele und Probleme im Unternehmen übernehmen
  • 2. Wie Unternehmenskultur zur Erfolgsstrategie wird – Original: Change the culture, Change the Game – Culture TRACK Training – Wandel der Unternehmenskultur in Richtung Verantwortlichkeit beschleunigen

  • 3. How did it happen – Others TRACK Training – Andere mit in die Verantwortung nehmen (noch nicht auf Deutsch übersetzt, soll 2017 kommen)

Dieser Blogartikel ist mit freundlicher Genehmigung durch DOOR Training Deutschland freigegeben.

DOOR Deutschland hat die Exklusivrechte an den Partners in Leadership-Programmen in der D-A-C-H Region.

Ich bin in keiner Weise mit DOOR Training verbunden; diese Rezension prägt das ausschließliche berufliche Interesse an den Themen und Methoden.


Inhalt

Das Linienmodell und das „Blame Game“

Unter der Linie – die 6 häufigsten Schuldstrategien

Über der Linie – die 4 Schritte zur Verantwortlichkeit

Was bedeutet hier Verantwortlichkeit?

Schritt 1 – Sehen!

Schritt 2 – Zu eigen machen!

Schritt 3 – Lösen!

Schritt 4 – Handeln!

Checkliste für „Über der Linie“ Leadership

Verantwortungs-Kreislauf nach OZ

Die 10 Top Problemthemen in Unternehmen


Verantwortlichkeit statt Opferfalle

Oft wird die Wahrheit ignoriert – der Veränderungsbedarf, Defizite, Stillstand, negative Frühzeichen – und die Schuld für Probleme woanders gesucht.

Fehleinschätzungen sind normal – man muss aus ihnen lernen.

Die Frage, die sich Andy Grove und Gordon Moore von Intel stellten, als Intels Umsätze einbrachen: „Wenn uns der Aufsichtsrat heute rausschmeißen würde – was müsste der neue Vorstand tun?“

Das Linienmodell und das „Blame Game“

Kern der Accountability-Methode ist das Linienmodell – oberhalb der Linie sind die Schritte zur Selbstverantwortung, unterhalb der Linie befindet man sich im „Ich bin nicht Schuld“-Spiel der Opferrolle.

Quelle Abbildung: Partners in Leadership / Deutschland: DOOR

Unter der Linie – die 6 häufigsten Schuldstrategien

Die 6 häufigsten Reaktionen, um passiv zu bleiben:

  • Abwarten und zusehen
  • Verwirrung – Was soll ich tun?
  • Nicht meine Aufgabe
  • Ignorieren/Verneinen
  • Sich absichern („Cover my … tail“)
  • Andere beschuldigen

Über der Linie – die 4 Schritte zur Verantwortlichkeit

  1. Sehen!                            
    Der Wahrheit direkt ins Auge sehen, unbeschönigt, Warnsignale sehen
  2. Zu eigen machen!       
    Frage: Was könnte ich noch beitragen, die Situation zu verbessern?
  3. Lösen!  
    Lösungen und Wege suchen
  4. Handeln!            
    Konsequent die Lösung verfolgen, trotz erheblicher Risiken und Widerstände

Im englischen Original heißen die 4 Schritte:
1. See it! 2. Own it! 3. Solve it! 4. Do it! 

Was bedeutet hier Verantwortlichkeit?

Verantwortlichkeit wird hier nicht, wie häufig, negativ belegt. Es geht nicht darum, die Schuld zu bekommen oder akzeptieren zu müssen, sondern:

Verantwortlichkeit: Die persönliche Entscheidung, sich über die eigenen Umstände zu erheben, um alle möglichen Schritte zu unternehmen, die angestrebten Ergebnisse zu erzielen

Verantwortlichkeit ist hier gegenwarts- und zukunftsorientiert statt vergangenheitsbezogen.

Die Verantwortung übernehmen für – gute und auch schlechte – Ergebnisse ist der Kern einer guten Arbeitseinstellung.

Die zentrale Frage im Buch lautet:

„Was kann ich noch tun, um (mit legalen Mitteln!) das Ergebnis zu erreichen?

Ergebnis bzw. Ziel bezieht sich dabei gerade nicht nur auf egoistische eigene Ziele, sondern darauf, wie auch anderen dabei geholfen werden kann, Ziele zu erreichen. Letztlich sind in einem Unternehmen alle Ziele gemeinsame Ziele.

Die Gründe für das Erreichen – oder Verfehlen – von Zielen liegen auch oft nicht bei einzelnen Personen, sondern sind ein „Gruppenergebnis“.

Wenn bei einem Mitarbeiter etwas schief zu gehen droht (oder schief gegangen ist), ist es die Verantwortung aller  (!) einzelnen anderen Mitarbeiter, sich (gemeinsam) zu fragen: wie kann ich da helfen?

Nicht DU (Verantwortung, Schuld, …), auch nicht nur ICH (kann, wähle, allein…) sondern WIR können gemeinsam, kooperativ mehr erreichen!

Anm.: Das Buch referenziert in der aktuellen Ausgabe mehrfach u. a. auf „Von den Besten lernen“ von Jim Collins, die „7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey und weitere Bücher.

Schritt 1 – Sehen!

S. 79: Fragen zur Selbsteinschätzung Erkennen von „Unter der Linie“-Situationen

Feedback aus veschiedenen Quellen holen, eigene Fehler zugeben, nicht hinter „Schuld“ anderer verstecken.

5 Fragen, ob Sie der Wahrheit ungeschönt ins Auge blicken

  1. Können Sie das wichtigste Argument nennen, das die „andere Seite“ im Gespräch führt?
  2. Wenn Sie jemanden warnen wollten, in derselben Situation nicht den gleichen Fehler zu machen, was würden Sie ihm raten?
  3. Welche Fakten haben Sie (bewusst) ignoriert?
  4. Welche Fakten sollten Sie mit erwähnen, die Sie nicht genannt haben?
  5. Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch mal in dieser Situation wären?

Schritt 2 – Zu eigen machen!

S. 103 + 104: Fragen zur Selbsteinschätzung: Opfer und verantwortliche Sichtweisen

Schritt 3 – Lösen!

S. 128: Fragen zur Selbsteinschätzung: Ausprägung der Lösungsorientierung

Wenn man nicht bereit ist, auch substanzielle persönliche Risiken einzugehen, wird man niemals Außergewöhnliches erreichen.

Man muss auch bereit sein, die möglichen Konsequenzen der Risiken zu verantworten!

Schritt 4 – Handeln!

S. 145: Fragen zur Selbsteinschätzung: Bereitschaft, auch bei Schwierigkeiten konsequent zu handeln und Fähigkeit, sich selbst wieder „über die Linie“ zu holen
Interessante Aussage aus Autobiografie von Jack Welch, ehemaligem CEO von General Electric: Für seinen größten Fehler hat er gehalten, nicht doppelt so schnell Dinge bei GE verändert zu haben, aus Angst, GE damit kaputt zu machen.

Er hatte beständig die Furcht, dass er derjenige sein würde, der „den Laden vor die Wand fährt“. Im Nachhinein sagt er, hätte er Veränderungen deutlich schneller und radikaler umsetzen sollen.

Checkliste für „Über der Linie“ Leadership

  1. Ich lebe Verantwortlichkeit und setze ein persönliches Beispiel/Vorbild
  2. Ich lasse zu, dass Leute von Zeit zu Zeit „unter die Linie“ fallen, um ihrer Frustration Luft zu machen – das ist kurzzeitig in Ordnung Ich lasse aber Opfergeschichten und „Unter der Linie“ Ausreden nicht bestehen oder ungelöst
  3. Ich erkenne Opfergeschichten und „Unter der Linie“ Ausreden, wenn ich sie höre
  4. Ich nutze Verantwortlichkeit als Weg, Menschen in Richtung Ergebnisse zu bestärken; Ich benutze Verantwortung aber nicht als Hammer, um Menschen auf ihre Schwächen festzunageln, wenn ich sie „unter der Linie erwische“
  5. Ich erwarte, dass meine Kollegen mich wieder „über die Linie“ coachen, wenn ich selbst „unter der Linie“ bleibe; Ich erwarte aber nicht, dass Kollegen mich coachen, wenn ich gerade ihr Feedback nicht suche
  6. Ich praktiziere, was ich predige; ich denke nicht, dass Verantwortlichkeit etwas ist, an dem nur alle anderen arbeiten sollten
  7. Ich vermeide, ausschließlich auf Verantwortlichkeit zu pochen und alles andere zu vernachlässigen; Ich halte meine Mitmenschen nicht die ganze Zeit für alles was Sie tun verantwortlich – ich verstehe, dass man nicht alles kontrollieren kann
  8. Ich coache Menschen darin, „über der Linie“ zu handeln, indem ich zuhöre, anerkenne, respektiere, nachfrage und Verbindlichkeit fördere Ich glaube nicht, dass Verantwortlichkeit ein Prinzip ist, das Menschen spontan und intuitiv begreifen sollten

S. 179: Fragen zur Einschätzung der Situation im eigenen Unternehmen

Das Management sollte Wertschätzung und Zeit für „Über der Linie“ Erfahrungen schaffen, z. B. Beispiele aus den Erlebnissen anderer Manager oder Mitarbeiter im Unternehmen bekannt machen, Erfolgsbeispiele etc.: dies bewirkt eine Signalwirkung, dass es sich auszahlt und wichtig ist.
Unternehmen und Mitarbeiter können Pläne in Form der 4 Schritte verfassen, also in Kurzform auf Englisch

SOSD-Pläne“ – auf Deutsch „SELH-Pläne“ – Sehen – zu Eigen machen– Lösen – Handeln

Verantwortungs-Kreislauf nach OZ

1. Ziele definieren -> Fortschritt reporten -> Gut? Sonst: Was können wir noch tun? -> 1. … 

Die 10 Top Problemthemen in Unternehmen

  1. Schlechte Kommunikation/Transparenz
  2. Personalentwicklung/Qualifikation
  3. Kompetenzausstattung der Mitarbeiter (Empowerment)
  4. Schlechte Koordination/Fehlende gemeinsame Zielrichtung (fehlender Fokus/einheitliche Strategie)
  5. Trägheit und Besitzstandsdenken
  6. Schlechtes Verhältnis von Arbeit und Privatleben, schlechtes Arbeitsklima/-umgebung
  7. Schlechte Leistung (und deren Akzeptanz)
  8. Schlechte (Top-) Management Entwicklung (Die Führungskräfte erhalten oder erlauben kein ehrliches Feedback und entwickeln ihre Kompetenzen nicht professionell weiter)
  9. Bereichsdünkel und –konkurrenz (Gegeneinander von Bereichen)
  10. Programitis – immerzu neue, kurzlebige Programme und Methoden (ohne Konsequenz)

– Ende –


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Buch Rezension – Leading Simple (deutsch) (B. Grundl, B. Schäfer)


Rezension – Leading Simple (deutsch)

Führen kann so einfach sein

Autoren: Boris Grundl, Bodo Schäfer

 

 

 

 

Notizen von T. Speil (2015)

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: GABAL; Auflage: 10. (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3897497085
  • ISBN-13: 978-3897497085
  • Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 1,9 x 23,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung:  4,5 **** (25 Kundenrezensionen)

Amazon: link

–  Trotz des Amazon-links gibt es natürlich weitere Möglichkeiten um neue oder gebrauchte Bücher zu kaufen –


Meine persönliche Bewertung:  insgesamt gut/teilweise sehr gut, mit Einschränkungen


Dieser Blogbeitrag ist eine kurze Rezension des Buchs.
Ich habe ausführliche persönliche Notizen zum Buch aufgeschrieben.
Wenn Sie daran interessiert sind, sich zu diesen Inhalten auszutauschen, kontaktieren Sie mich gerne. Die ausführlichen Notizen dürfen aus Urheberrechtsgründen nicht veröffentlicht werden.

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Meine Meinung über das Buch

Führen kann so einfach sein…? Zumindest hilft es sicherlich sehr, ein transparentes und gutes System zu haben.

Die Führungsprinzipien werden im Buch eingebettet in eine Nachfolgestory einer fiktiven KMU Firma und deren Managern. Das ist Geschmackssache.

Das Buch trägt viele Züge aus der Vita des Autors Boris Grundl, der Hochleistungssportler im Tennis war und nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Daraufhin wurde er zuerst erfolgreicher Vertriebler und dann Management Berater.

Das Buch ist vom Stil her auch etwas amerikanisch, auch wenn es von einem deutschen Autorenpaar geschrieben wurde. Die Methode wird als die einzig Wahre beschrieben und als Allheilmittel für alle Lebensbereiche…

Hinterfragen kann man sicherlich gleich eines der ersten Statements: “Die Fähigkeit zu führen ist der Unterschied zwischen Erfolg und Versagen und damit zwischen einem erfüllen Leben und frustrierter Mittelmäßigkeit.

Hier könnte man aufhören zu lesen, weil diese Einstellung eine sehr eingeschränkte Auffassung von Erfolg im Leben widerspiegelt, und die unterstellten Entweder-Oder Varianten so einfach nicht stimmen, schon gar nicht schwarz und weiß.

Ohne einen der beiden Autoren je persönlich getroffen zu haben – den meisten Bestseller Erfolgs-, Motivations- und Management-Trainern bin ich skeptisch gegenüber eingestellt. Das geht mir auch sowohl mit Bodo Schäfer als auch Boris Grundl so. Zu viel Reichtum und „Lachender Gewinner“. Nicht unbedingt Vorbilder für mich. Aber vieles von dem, was im Buch geschrieben ist empfinde ich als sehr relevant.

Diese Rezension gibt den Inhalt in meinen eigenen Worten wider und kommentiert ihn.

Die ausführlichen Fassungen der „Traktate“ zu den 5 Aufgaben eines „Leaders“, den Hilfsmitteln und Prinzipien finden sich im hinteren Teil des Buches.


 

Summary

Es geht darum, ein Führungssystem zu beschreiben, das personenunabhängig funktioniert und erlernbar ist.

Aufgaben eines Leaders gemäß den Autoren

  • Was (Kopf): 5 Aufgaben
  • Womit (Hand): 5 Hilfsmittel
  • Wie und Warum (Herz): 5 Prinzipien

Ganz nackt sind dies:

  • Die 5 Aufgaben: Menschen fördern, den Unternehmenszweck erfüllen, Systeme schaffen, Delegieren, Kontrollieren
  • Die 5 Hilfsmittel: Lob, Umleiten, Kritik, EOA, Budgetplan
  • Die 5 Prinzipien: Verantwortung übernehmen, Ergebnisorientierung, Vertrauen schaffen, Konzentration auf Stärken, Positives Betriebsklima

Die Aufgaben machen Arbeit messbar, ermöglichen Kontrolle, geben Sicherheit und Orientierung und sind Grundlage effektiver Kommunikation.

Die Hilfsmittel helfen, die Aufgaben zu erfüllen, ermöglichen effiziente Arbeit, bieten Leverage: ökonomisch und zeitsparend; führen durch Übung zu wirkungsvoller Führungsfähigkeit („Leadership“).

Die Prinzipien zeigen, wie Aufgaben zu erfüllen sind, regeln die Richtung der Firma, geben Orientierung und bilden das Herz der Firma, ihr Gewissen; sie ermöglichen eine von Personen unabhängige Unternehmenskultur. Sie geben der Arbeit Sinn und ermöglichen Stolz auf die Firma und sich selbst durch Identifikation.


Inhaltsverzeichnis des Buchs

Vorbemerkung

Prolog

Teil I: Die Geschichte von Louis Berg

3 x 5

Teil II: Leading Simple: Das System

Die 5 Aufgaben

Warum Motivation von innen kommen muss

Der Wert von Systemen

Wann und wie beginnen

Die 5 Hilfsmittel

Manipulation oder Beeinflussung?

Die 5 Prinzipien

Teil III: Die Verpflichtung

Teil IV: Die Traktate

      Die 5 Aufgaben

      Die 5 Hilfsmittel

      Die 5 Prinzipien

Literaturhinweise, Stichwortverzeichnis, Über die Autoren


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